Symptome von Vitamin D-Mangel

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Symptome von Vitamin-D-Mangel

Unsere geographische Lage und unsere Lebensweise, aber auch der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln begünstigen Vitamin D Mangel. Eine Vorstufe des Vitamin D kann der Körper selbst bilden. Dieses wird durch das UVB-Licht der Sonne in seine aktive Wirkform in der Haut umgewandelt. Bei jungen Menschen funktioniert dieser Vorgang gut, bei älteren Menschen meist nur noch sehr gering. 

Vitamin D ist ein äußerst wichtiges Vitamin, das eine starke Wirkung auf verschiedene Systeme in Ihrem Körper ausübt (Studie). Im Gegensatz zu anderen Vitaminen wirkt Vitamin D wie ein Hormon, jede einzelne Zelle in Ihrem Körper hat einen Rezeptor dafür.

Ihr Körper stellt es aus Cholesterin her, wenn Ihre Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Dies funktioniert in unseren Breitengraden allerdings nur von April bis September. Außerhalb dieser Monate ist der Einstrahl-Winkel der Sonne zu schwach, so dass die Sonnenstrahlen zwar wärmen, aber keine Vitamin D-Bildung ermöglichen können.

Vitamin D kommt in bestimmten Lebensmitteln wie fettem Fisch vor, aber es ist nicht möglich die notwendigen Mengen über die Nahrung aufzunehmen.

Laut den Institutionen liegt ein schwerer Mangel übrigens nur vor, wenn der Wert von 10ng/ml unterschritten wird. Aktuelle Forschung zeigt jedoch auf, dass man selbst mit Blut-Werten von 20ng/ml niemals richtig gesund werden, oder bleiben kann.

Mehr als 30 wissenschaftliche Institutionen der internationalen Organisation GrassRootsHealth.net empfehlen jedoch einen Blutspiegel im Bereich von 40 bis 60 ng/ml. Hingegen empfiehlt Dr. Probst in seinem Buch für optimale Gesundheit einen Normwert von 115 ng/ml anzustreben. Dies ist der laut Dr. Probst der Wert, den Naturvölker in der Südsee durch den ganztägigen Aufenthalt im Freien, mit entsprechender Sonneneinstrahlung, vorweisen. Prof. Edinger geht in seinem Buch noch weiter und empfiehlt die Einnahme von 550 IE pro kg Körpergewicht, um einen Blutspiegel zwischen 120 und 160ng/ml zur Aktivierung der Kalzium-Homöostase, zur Aktivierung des Immunsystems und zur Steigerung der Entgiftung, beispielsweise der Folgen blauen Lichtes.

Ist hochdosiertes Vitamin D sinnvoll? 

Sieht man sich in aktuellen wissenschaftlichen Ratgebern zu Vitamin D um und vergleicht die dort gemachten Angaben zur Vitamin-D-Dosierung mit den konservativen Empfehlungen zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, ist kaum zu übersehen, wie weit diese auseinander gehen. 

Während viele Therapeuten bei einem Vitamin-D-Mangel das Vitamin D hochdosiert in Dosen bis zu 300.000 IE einsetzen, liegen die offiziellen Empfehlungen bei gerade mal 800 IE. Wie ist das zu erklären? Und ist es nun sinnvoll, Vitamin D3 hochdosiert zuzuführen? Hierbei muss man unterschieden zwischen Stoß-Therapie, Erhaltungs-Therapie und der Therapien schwerer Krankheiten. Die Empfehlungen der Therapeuten sind sehr unterschiedlich.

Eine Überdosierung mit Vitamin D setzt aber erst ein, wenn hochdosiertes Vitamin D über einen langen Zeitraum verwendet wird. Dabei wurde erst ab Dosen von 40.000 IE täglich über mehrere Monate die sogenannte Hyperkalzämie festgestellt.

Vitamin K2

Wer regelmäßig Vitamin D als Nahrungsergänzung zu sich nimmt, sollte bei einer Zufuhr von 5000 IE Vitamin D und mehr pro Tag zusätzlich 200 mcg Vitamin K2 täglich einnehmen, um sicherzustellen, dass das durch Vitamin D aufgenommene Kalzium nicht in den Arterien abgelagert wird, sondern in den Knochen.

Magnesium

Für die Umwandlung von Vitamin D in seine aktiven Formen ist Magnesium notwendig. (Studie) Je höher die Vitamin-D-Dosis, desto größer ist potenziell der Verbrauch an Magnesium. Das kann dort zum Problem werden, wo bereits ein Magnesium-Mangel besteht. (Studie) Die einsetzenden Nebenwirkungen, wie Schmerzen, Übelkeit und Schwindel, wären hier nicht die Folge von zu viel Vitamin D, sondern von zu wenig Magnesium.

Laut Dr. Norman Shealy benötigt ein wenig beanspruchter Mensch mindestens 700mg elementares Magnesium täglich, um nicht einen Mangel zu erleiden. Es empfiehlt sich daher mindestens 800mg reines (elementares) Magnesium über den Tag verteilt einzunehmen.

Wer sich für diese Behandlung mit Magnesium entscheidet, sollte ein Magnesium wählen, wie Magnesium-Glycinat oder Magnesium-Citrat (kann leicht abführend wirken), weil diese Formen als besonders gut verwertbar gelten. Neuere Studien bestätigen auch Magnesium-Oxid eine gute Verwertbarkeit, wenn es regelmäßig eingenommen wird. Eine neue wissenschaftliche Studie  belegt, dass nach mehreren Wochen eine deutlich bessere intrazelluläre Speicherung von Magnesium aus Magnesium-Oxid im Vergleich zu Magnesium-Citrat besteht. Sollte es bei ihnen jedoch abführende Wirkung haben, steigen Sie besser auf Magnesium-Glycinat um.

Magnesium-Glycinat ist eine organische Magnesium-Verbindung, das bedeutet, das Magnesium ist hier an die Aminosäure Glycin gebunden. Dadurch wird es besonders gut resorbiert. Die Aminosäure schützt die empfindlichen Schleimhäute im Verdauungstrakt vor Reizungen durch das Magnesium, was bei anderen Magnesium-Verbindungen zu Magenbeschwerden oder Durchfall führen kann. Darüber hinaus ergab eine Studien-Analyse, dass Glycin die Schlafqualität verbessern kann. 

Tipp: Glycin wird auch zur Entgiftung von Glyphosat eingesetzt, wie Sie in diesem Artikel nachlesen können.

Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet

Experten schätzen, dass weltweit etwa 1 Milliarde Menschen einen zu niedrigen Vitaminspiegel im Blut haben (Studie). Deutschland ist zu weit vom Äquator entfernt, denn dann wäre der Vitamin D–Mangel bei uns unbekannt. Vorausgesetzt wir würden uns regelmäßig im Freien aufhalten, ohne die Sonnenstrahlen durch Sonnenschutzmittel abzublocken. 

Dadurch ist bei uns in Deutschland ist die 10-Jahres-Sterblichkeit 25 % höher als sie sein müsste. Bei einer Vitamin D-Versorgung mit einem Blutspiegel von nur 40-60 ng/ml könnten jährlich mindestens 18.300 Todesfälle verhindert werden. (Studie)

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Können Sonnenbäder vor Hautkrebs schützen?

Wieso hängen Vitamin-D-Mangel und Sterblichkeit so intensiv zusammen?

Dr. von Helden erklärt das so: Vitamin D ist die notwendige Vorstufe für die Synthese unseres schützenden Hormons namens „Calcitriol“. Dieses Calcitriol wurde wegen seiner Schlüsselstellung auch Soltriol (Prof W. Stumpf) oder Protectosteron (Dr. von Helden) genannt. Dieses Hormon ist seit Beginn der Evolution vor Millionen von Jahren der Schlüssel für die Sicherheitstechnik in der Steuerung der Zellen. Mit diesem Stoff, der schon in primitiven Einzellern vorkommt, erlangen wir einen Schutz gegen die wichtigsten Krankheiten unserer Zivilisation:

  • Diabetes mellitus

  • Bluthochdruck

  • Arteriosklerose

  • Multiple Sklerose

  • Autoimmun-Erkrankungen,Rheuma, Hashimoto, COPD

  • Knochenabbau, Osteoporose

  • Depressionen

Die meisten Menschen bemerken nicht, dass sie einen Mangel haben, da die Symptome im Allgemeinen subtil sind. Sie können sie möglicherweise nicht leicht erkennen, auch wenn sie sich erheblich negativ auf Ihre Lebensqualität auswirken.

Häufige Anzeichen und Symptome von Vitamin-D-Mangel

1. Infekt-Anfälligkeit

Eine der wichtigsten Aufgaben von Vitamin D ist es, das Immunsystem zu stärken, damit Sie krankheitsverursachende Viren und Bakterien abwehren können. Es interagiert direkt mit den Zellen, die für die Bekämpfung der Infektion verantwortlich sind (Studie). Wenn Sie häufig krank werden, insbesondere bei Erkältungen oder Grippe, kann ein niedriger Vitamin-D-Spiegel die Ursache sein.

Mehrere große Beobachtungsstudien haben einen Zusammenhang zwischen einem Mangel und Infektionen der Atemwege wie Erkältungen, Bronchitis und Lungenentzündung gezeigt (Studie, Studie). Eine Reihe von Studien hat ergeben, dass die geringe Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in einer Dosierung von bis zu 4.000 IE täglich das Risiko für Infektionen der Atemwege verringern kann (Studie, Studie, Studie). In einer Studie bei Patienten mit chronischer Lungenerkrankung (COPD) zeigten Patienten mit schwerem Vitamin-D-Mangel nach einjähriger Einnahme einer hochdosierten Nahrungsergänzung einen signifikanten Nutzen (Studie).

Zusammenfassung

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Immunfunktion. Eines der häufigsten Mangelsymptome ist ein erhöhtes Risiko für Krankheiten und Infektionen.

Lesen Sie dazu auch: Vitamin D schützt vor schweren Infektionen und mindert Krebs-Risiko  

2. Müdigkeit und Erschöpfung

Erschöpfung kann viele Ursachen haben, und Vitamin-D-Mangel kann eine davon sein. Leider wird es oft als mögliche Ursache übersehen. Fallstudien haben gezeigt, dass sehr niedrige Blutspiegel zu Müdigkeit führen können, die sich stark negativ auf die Lebensqualität auswirkt (Studie, Studie).

In einem Fall wurde bei einer Frau, die über chronische Tagesmüdigkeit und Kopfschmerzen klagte, ein Vitamin-D-Blutspiegel von nur 5,9 ng/ml festgestellt. Dies ist extrem niedrig, da alles unter 20 ng/ml als mangelhaft angesehen wird. Als die Frau ein Vitamin D-Präparat einnahm, stieg ihr Spiegel auf 39 ng / ml und ihre Symptome verschwanden (Studie).

Allerdings können auch mittelmäßige Blutspiegel oftmals nicht ausreichen, ihren Energie-Spiegel hoch zu halten. Eine große Beobachtungsstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Müdigkeit bei jungen Frauen. Die Studie ergab, dass Frauen mit Blutwerten unter 20 ng/ml oder 21–29 ng/ml häufiger über Müdigkeit klagen als Frauen mit Blutwerten über 30 ng/ml (Studie). Eine andere Beobachtungsstudie bei weiblichen Krankenschwestern ergab einen starken Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und selbstberichteter Müdigkeit. Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass 89% der Krankenschwestern einen Mangel aufwiesen (Studie).

Zusammenfassung

Erschöpfung und Müdigkeit können ein Zeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann zur Verbesserung des Energieniveaus beitragen.

3. Gelenk- und Rückenschmerzen

Vitamin D trägt in vielerlei Hinsicht zur Erhaltung der Knochengesundheit bei, beispielsweise verbessert es die Kalzium-Aufnahme Ihres Körpers. Gelenkschmerzen und Schmerzen im unteren Rückenbereich können Anzeichen für einen unzureichenden Vitamin-D-Spiegel sein. In großen Beobachtungsstudien wurde ein Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und chronischen Rückenschmerzen festgestellt (Studie, Studie, Studie).

Eine Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegel und Rückenschmerzen bei mehr als 9.000 älteren Frauen. Die Forscher stellten fest, dass Menschen mit einem Mangel mit größerer Wahrscheinlichkeit Rückenschmerzen hatten, einschließlich schwerer Rückenschmerzen, die ihre täglichen Aktivitäten einschränkten (Studie). In einer kontrollierten Studie traten bei Personen mit Vitamin-D-Mangel fast doppelt so häufig Schmerzen in Beinen, Rippen oder Gelenken auf, wie bei Personen mit Blutspiegeln im Normbereich (Studie).

Zusammenfassung

Ein niedriger Vitamin D-Spiegel im Blut kann eine Ursache sein oder zu Knochenschmerzen und Rückenschmerzen beitragen.

4. Depressionen

Eine depressive Stimmung kann auch ein Zeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein. In Übersichtsstudien haben Forscher den Vitamin-D-Mangel mit Depressionen in Verbindung gebracht, insbesondere bei älteren Erwachsenen (Studie, Studie). In einer Analyse stellten 65% der Beobachtungsstudien einen Zusammenhang zwischen niedrigen Blutspiegeln und Depressionen fest.

Andererseits zeigten die meisten kontrollierten Studien, die mehr wissenschaftliches Gewicht als Beobachtungsstudien haben, keinen Zusammenhang zwischen beiden (Studie). Die Forscher, die die Studien analysierten, stellten jedoch fest, dass die Dosierungen von Vitamin D in kontrollierten Studien häufig sehr niedrig waren. Darüber hinaus stellten sie fest, dass einige Studien möglicherweise nicht lange genug gedauert haben, um die Wirkung der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Stimmung zu beurteilen. Einige kontrollierte Studien haben gezeigt, dass die Gabe von Vitamin D an Menschen mit Mangel zur Verbesserung der Depression beiträgt, einschließlich saisonaler Depressionen, die in den kälteren Monaten auftreten (Studie, Studie).

Zusammenfassung

Depressionen sind mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln verbunden, und einige Studien haben ergeben, dass eine Supplementierung die Stimmung verbessert.

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5. Schlechte Wundheilung

Langsame Wundheilung nach Operationen oder Verletzungen kann ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Vitamin D-Spiegel zu niedrig ist. Ergebnisse einer Reagenzglas-Studie legen nahe, dass das Vitamin die Produktion von Verbindungen erhöht, die für die Bildung neuer Haut im Rahmen des Wundheilungsprozesses von entscheidender Bedeutung sind (Studie).

Eine Studie an Menschen, die sich einer Zahnoperation unterziehen mussten, ergab, dass bestimmte Aspekte der Heilung durch Vitamin-D-Mangel beeinträchtigt wurden (Studie). Es wird auch vermutet, dass die Rolle von Vitamin D bei der Bekämpfung von Entzündungen und Infektionen wichtig ist. Eine Analyse befasste sich mit Patienten mit diabetischen Fußinfektionen. Es stellte sich heraus, dass Personen mit schwerem Vitamin-D-Mangel häufiger Entzündungs-Marker aufweisen, die die Heilung gefährden können (Studie). Leider gibt es zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenige Untersuchungen über die Auswirkungen von Vitamin-D-Präparaten auf die Wundheilung bei Menschen mit Mangel. Eine Studie ergab jedoch, dass bei der Behandlung von Patienten mit Beingeschwüren mit Vitamin D-Mangel die Geschwür-Größe im Durchschnitt um 28% abnahm (Studie).

Zusammenfassung

Ein unzureichender Vitamin D-Spiegel kann nach Operationen, Verletzungen oder Infektionen zu einer schlechten Wundheilung führen.

6. Knochenschwund 

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle bei der Kalzium-Aufnahme und dem Knochenstoffwechsel. Viele ältere Menschen, bei denen Knochenschwund diagnostiziert wird, glauben, dass sie mehr Kalzium einnehmen müssen. Es kann jedoch auch sein, dass ihnen Vitamin D fehlt. Eine niedrige Knochenmineral-Dichte ist ein Hinweis darauf, dass Ihre Knochen Kalzium und andere Mineralien verloren haben. Dies setzt ältere Erwachsene, insbesondere Frauen, einem erhöhten Risiko für Frakturen aus.

In einer großen Beobachtungsstudie an mehr als 1.100 Frauen mittleren Alters in den Wechseljahren oder nach den Wechseljahren stellten die Forscher einen starken Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin D-Spiegeln und niedriger Knochenmineral-Dichte fest (Studie).

Zusammenfassung

Die Diagnose einer geringen Knochendichte kann ein Zeichen für einen Vitamin-D-Mangel sein. Es ist wichtig, genug von diesem Vitamin zu sich zu nehmen, um die Knochenmasse im Alter zu erhalten.

7. Haarausfall

Haarausfall wird oft auf Stress zurückgeführt, was sicherlich eine häufige Ursache ist. Wenn der Haarausfall jedoch schwerwiegend ist, kann er auf eine Krankheit oder einen Nährstoff-Mangel zurückzuführen sein. Haarausfall bei Frauen wurde mit niedrigen Vitamin D-Spiegeln in Verbindung gebracht, obwohl diesbezüglich bislang nur sehr wenige Untersuchungen vorliegen (Studie).

Alopecia areata ist eine Autoimmun-Erkrankung, die durch starken Haarausfall am Kopf und anderen Körperteilen gekennzeichnet ist. Es wird mit Rachitis in Verbindung gebracht, einer Krankheit, die bei Kindern aufgrund von Vitamin-D-Mangel (Studie) weiche Knochen verursacht. Niedrige Vitamin D-Spiegel sind mit Alopecia areata verbunden und können ein Risikofaktor für die Entwicklung der Krankheit sein (Studie, Studie, Studie).

Eine Studie bei Menschen mit Alopecia areata zeigte, dass niedrigere Vitamin-D-Blutspiegel tendenziell mit einem stärkeren Haarausfall einhergehen (Studie). In einer Fallstudie wurde festgestellt, dass die topische Anwendung einer synthetischen Form des Vitamins den Haarausfall bei einem kleinen Jungen mit einem Defekt des Vitamin-D-Rezeptors (Studie) erfolgreich behandelt.

Zusammenfassung

Haarausfall kann ein Zeichen für Vitamin-D-Mangel bei Frauen oder für die Autoimmun-Erkrankung Alopecia areata sein. Bei hormonell bedingten Haarausfall lesen Sie auch: Die Borax Verschwörung Lesen Sie dazu auch: Krank und adipös durch Jodmangel

8. Verlust der Muskelmasse & Muskelschmerzen

Vitamin D unterstützt den Muskelaufbau, indem mehr Proteine gebildet werden. Die Syntheserate wird erhöht und das Wachstum aktiviert. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit gesteigert und eine bessere Regeneration ermöglicht. Außerdem aktiviert das Prohormon Calcitriol Gene, die Testosteron produzieren. Das Sexualhormon ist eines der wichtigsten Hormone für den Muskelaufbau. Ihm kommt eine anabole Wirkung zugute, es erhöht die Muskelmasse und Muskelkraft. Erhöhte Vitamin D-Spiegel gehen mit erhöhten Testosteron-Werten einher (Studie).

Eine höhere Protein-Syntheserate und ein höherer Gehalt an Testosteron beeinflussen den Muskelaufbau. Niedrige Vitamin-D-Werte führen hingegen zu Beschwerden wie Muskelschwäche, Muskelschmerzen (Studie, Studie, Studie) Muskelschwund, Sarkopenie (Studie), häufiges Auftreten von Krämpfen und Myopathien (Muskelerkrankungen). Die Ursachen für Muskelschmerzen sind oft schwer zu lokalisieren. In einer Studie wurde bei 71% der Patienten mit chronischen Schmerzen ein Mangel festgestellt (Studie). Der Vitamin-D-Rezeptor ist in Nervenzellen vorhanden, die als Nozizeptoren bezeichnet werden und Schmerzen wahrnehmen.

Eine Studie an Ratten zeigte, dass ein Mangel zu Schmerzen und Empfindlichkeit aufgrund der Stimulation von Nozizeptoren in den Muskeln führte (Studie). Einige Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von hochdosierten Vitamin-D-Präparaten verschiedene Arten von Schmerzen bei Menschen mit Mangel lindern kann (Studie, Studie). Eine Studie an 120 Kindern mit Vitamin-D-Mangel und Wachstums-Schmerzen ergab, dass eine Einzeldosis des Vitamins die Schmerzen um durchschnittlich 57% senkte (Studie).

Zusammenfassung

Die Korrelation zwischen Vitamin D-Spiegel und Testosteron verdeutlicht die Wichtigkeit für den Muskelaufbau, bzw. für die Verhinderung von Muskelabbau. Es gibt einen Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und einem niedrigen Vitamin D-Spiegel im Blut, der möglicherweise auf die Wechselwirkung zwischen dem Vitamin und den schmerzempfindlichen Nervenzellen zurückzuführen ist. Lesen Sie dazu auch: Vitamin D optimiert Testosteron-Spiegel (auch für Frauen interessant!)

Die Quintessenz

Vitamin D-Mangel ist unglaublich häufig und die meisten Menschen sind sich dessen nicht bewusst. Das liegt daran, dass die Symptome oft subtil und unspezifisch sind, was bedeutet, dass es schwer zu erkennen ist, ob sie durch einen niedrigen Vitamin D-Spiegel oder etwas anderes verursacht werden. Wenn Sie vermuten, einen Mangel zu haben, sollten Sie ihren Blutspiegel von einem Labor ermitteln lassen. Die Proben-Entnahme kann zu Hause durchgeführt werden und an ein darauf spezialisiertes Labor eingesendet werden. Glücklicherweise ist ein Vitamin-D-Mangel in der Regel leicht zu beheben. Sie können entweder die Sonnenexposition erhöhen (in unseren Breitengraden von April bis September) oder Vitamin-D-Präparate einnehmen. Die Behebung Ihres Mangels kann einen großen Nutzen für Ihre Gesundheit haben. 

Lesen Sie dazu auch: Können Sonnenbäder vor Hautkrebs schützen? 

Einige Medien wenden sich jedoch gegen die Entdeckung von Vitamin D als Hilfe gegen viele Krankheiten und Beschwerden. So werden in den Medien häufig Erkenntnisse unterschlagen, oder verfälscht wiedergegeben. In diesem Video korrigiert Dr. von Helden mit seinem Fakten-Check 25 Falsch-Aussagen einer TV-Sendung des SWR. 

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